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O Ciero!

Ich habe wahnsinnige Kopfschmerzen, die ekelhafte Art von Kopfschmerzen, die sich anfühlt, als würde irgendetwas versuchen, von innen meine Augen nach außen zu Drücken, es ist ein Schmerz der sich Anfühlt wie Pessimismus oder Angst, ein Schmerz der mir näher ist als warmer Schmerz oder unertäglicher Schmerz, vielleicht bin ich erkältet, ich habe die Fenster den ganzen Tag auf Kipp gelassen, heute Mittag war mir unglaublich heiß, dann war mir unglaublich kalt, jetzt bin ich unglaublich wütend, alle sind weg gegangen, meine Mutter ist irgendwo hin gefahren, und meine Schwster geht zu irgendeinem End-Dreißiger der sie warscheinlich knallen will und denkt, dass er in sie verliebt ist, und ich hasse meine Schwester, weil sie mein letztes Erinnerungsstück an Zuhause war, jedenfalls auf abstrakte Weise, ich meine, ich habe nach fünf Jahren auch endlich begriffen, dass das alles nicht mehr wieder kommen wird, und dass ich mich jetzt mit meiner neuen Situation entweder anfreunde oder sterbe, ich sterbe, vielleicht sogar bald körperlich, vielleicht sind die Kopfschmerzen wegen meinem hohen Blutdruck da.

Gestern war die Polizei da, denn mein Vater musste gehen, jetzt war der große Tag, die egoistischste Sorge meiner Mutter, diesen Mann aus dem Haus zu kriegen, es hat sich so lange angezogen, ich kann mich kaum noch daran erinnern, dass es nicht so war, im Grunde war es ja so schon vor meiner Geburt, und gestern war es so weit, und jeder sah eine Bühne vor sich und wollte im Mittelpunkt stehen, meine Schwester, die dumme Hure hat keine Anstalten gemacht, aus ihrem Kokon aus Selbstmitleid, aus dem eine frustrierte Midlifecrisis Schlampe (evtl. Lehrerin) hervor gehen wird, auszubrechen, meine Mutter sagte das selbe wie immer, wenn er doch nur ein Mann wäre, der sein Wort gehalten hätte, wenn er doch einfach nur von selbst gegangen wäre, mein Bruder, Halb-Bruder, kein-Bruder wollte Aufmerksamkeit von seiner Mutter, von meiner Mutter, und ich wollte, dass alle sterben, und ich sagte nichts, weil ich mich anhöre wie ein dummes Kind, weil ich denke wie ein dummes Kind.

Vorhin, als ich am Fenster war, allein im Haus, sah ich meinen Vater, er weinte, er war im Hof, und holte irgendetwas, und er weinte, und ich weinte auch, weil ich nicht wusste, warum er weinte, aber vermutete, dass er weinte, weil sein Leben ist wie nicht zu aufällig hinsehen, aber auch nicht zu aufällig wegsehen, wenn du weißt, was ich meine, weißt du, er ist krank, und weißt du, meine Familie ist krank, und ich möchte der krankste Sein, damit ich endlich sterben kann, denn eine Krankheit kann das beste sein, dass das Leben dir bietet, aber du musst dich bemühen, du musst dich bemühen, du musst dich bemühen, nicht du selbst zu sein, du musst dich bemühen, du musst dich bemühen, du musst dich bemühen, weil auch du lernen musst zu tragen und zu schleppen, du musst dich bemühen, du musst dich bemühen, mach dass dieses Geräusch aufhört, du musst dich bemühen, du musst dich bemühen, du musst dich bemühen, du musst dich bemühen, du musst dich bemühen, du musst dich bemühen, du musst dich bemühen, du musst dich bemühen, du musst dich bemühen, du musst dich bemühen, du musst dich bemühen, alles ist vorbei, es tut dir nicht leid, du musst dich bemühen, du musst dich bemühen, du musst dich bemühen, du musst dich bemühen, du musst dich bemühen, du musst dich bemühen, du musst dich bemühen, du musst dich bemühen.
19.3.11 19:14


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Der Narr

Der Raum, in dem ich erkannte, dass ich wieder lieben könnte (lieben... nach so vielen Jahren ein lächerlich überstapazierter Begriff) war stickig. Die kränklich gelben Tapeten hielten sich nur mit Mühe an der Wand, doch das hat mich nicht gekümmert. Ich lächelte einfach. Gelächelt, so aufrichtig, wie ich es noch nie getan hatte. Dann bin ich aufgewacht und war wieder in meiner Wohnung. 

 

Der Fernseher brüllte mich an. Anhand der Sendung, irgendeine Teleshopping-Scheiße, erkannte ich, dass es früh am Morgen war. Als ich mein Studium abgebrochen habe, dachte ich noch, ich würde den ganzen Tag schlafen und die ganze Nacht wach sein. Doch obwohl ich jetzt den ganzen Tag nichts mehr zu tun habe, nur noch vor mich hinvegitiere, quasi auf den Tod warte, hält mein Unterbewusstsein an meinen alten Schlafmustern fest. Es reißt mich aus den Federn, als würde der morgentliche Kaffee auf mich warten, den ich jeden Morgen herunterwürgte, bevor ich mich zur nächsten sinnlosen Vorlesung aufmachte. Um mehr bedeutungslosen Lernstoff in mich reinzuprügeln. Solange ich Leistung brachte, war ich kein Parasit.

 

Oft kommt es mir so vor, als hätte ich Gott ein Versprechen gemacht, bevor ich starb, oder wie man es konventionell nennt, geboren wurde. Ich versprach ihm, ich werde jedem deinem anderen Geschöpfe zuhören, egal was sie zu sagen haben. Was habe ich mir nur dabei gedacht? Zuhören ist wie eine ekelhafte Krankheit, und nun bin ich bettlägerig. Wieviel Information kann ein Mensch tragen? Ich habe meine Grenze erreicht. Und die Welt gibt nun auch Ruhe, jedenfalls solange ich mich hier noch finnanzieren kann. Ich möchte meine Familie nicht anpumpen müssen. Vielleicht sollte ich den Tod vorverlegen. Die Mittel dafür habe ich schließlich hier.

26.12.10 18:30





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